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Der Mietertreff "Mietz" in der Rosenstadt Sangerhausen war Veranstaltungsort für den LAGFA-Fachaustausch. "Wir haben diesen Ort nicht von ungefähr gewählt", betont Olaf Ebert, LAGFA-Vorstand in seiner Begrüßung.

Der Oberbürgermeister der Stadt, Ralf Poschmann, machte in seinem Grußwort deutlich, dass er die Impulse der lokalen Träger und der LAGFA gerne aufgenommen hat, um bürgerschaftliches Engagement in der Region strukturiert und zeitgemäß zu befördern und zu unterstützen.
Die "Verantwortungspartnerschaft der Unternehmen" sei ein gutes Beispiel, wie lokale Wirtschaft und regionale Akteure der Gemeinwesenarbeit die soziale Stadtentwicklung gemeinsam gestalten können.

"Durch das Engagement der lokalen Wirtschaft werden Projekte wie `Familienpaten´ oder der `Soziale Tag für Unternehmen´ möglich", erklärte Marion Rohland vom MitBürger e.V., der unter anderem Träger des Freiwilligendienstes aller Generationen ins Mansfeld-Südharz ist. Wie beispielhaft die Verantwortungspartnerschaft ist, zeigte auch der anschließende Erfahrungsaustausch der Vertreterinnen und Vertreter von Freiwilligenagenturen und Engagementzentren aus ganz Sachsen-Anhalt.

"Wichtig ist, dass ehrenamtliches Engagement nicht als Möglichkeit gesehen wird, kommunale Aufgaben zu ersetzen", machte Poschmann deutlich und unterstrich damit die LAGFA Position, dass ehrenamtliches Engagement hauptamtliche Betätigungsfelder ergänzend unterstützen soll. Gleichzeitig bedarf das Management der Freiwillgen einer professionellen Begleitung durch die Verantwortlichen der Einsatzstellen und der Agenturen.

Wie notwendig eine klare Unterscheidung von bürgerschaftlichen Engagement und Bürgerarbeit ist, war Thema des Fachdialoges. Die jetzt bundesweit gestartete Bürgerarbeit ist ein Instrument der Arbeitsförderung und somit nicht zu verwechseln mit freiwilliger Betätigung. Bei der Beratung von Einrichtungen und Engagierten gilt es darauf hinzuweisen, dass mit dem Einsatz von Bürgerarbeitern eine Verdrängungen von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzfeldern möglich ist und dieser bei Bedarf gemeinsam entgegengewirkt werden muss. Gleichzeitig müsse man die Vorteile von freiwilliger Betätigung deutlich herausstellen und die ehrenamtlichen Einsatzfelder in geeigneter Weise beschreiben und zu hauptamtlicher Beschäftigung und/oder arbeitsmarktpolitsichen Instrumenten abgrenzen.

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