"Wir sind davon überzeugt: Freiwilliges Engagement ist ein Wert an sich und für eine demokratische Gesellschaft von grundlegender Bedeutung. Alle profitieren davon."

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Mitglieder im Portrait

Kommunales und zivilgesellschaftliches Engagement verbindenten

Das Freiwilligenbüro (FWB) „aktive hohe börde“ befindet sich in Trägerschaft der Stiftung Leben in der Hohen Börde und ist Teil der Engagierten Stadt. Die Arbeit des Freiwilligenbüros wird von acht Engagierten und drei in Teilzeit über die Gemeinde angestellten Personen geleistet.

Der Aufbau einer engagementfördernden Struktur in der ländlichen geprägten Hohen Börde begann 2013 mit der „Engagementdrehscheibe“, einem Projekt in Trägerschaft der Gemeinde. Dank der Strukturförderung des 2015 aufgelegten Programms „Engagierte Stadt“ konnte sich die Engagementdrehscheibe – inzwischen unter dem Dach der 2014 gegründeten Stiftung Leben in der Hohen Börde – als Engagierte Stadt Hohe Börde etablieren.

PortraitDieser Prozess erfolgte stets im engen Austausch zwischen der Gemeinde Hohe Börde und der Stiftung Leben in der Hohen Börde. Denn die Verwaltung und die Politik in der Gemeinde sind sich – zumindest mehrheitlich - der Bedeutung des freiwilligen Engagements für die Entwicklung Region bewusst.

Die Mehrzahl der sportlichen, (sozio)kulturellen und Freizeitangebote würden ohne den Einsatz der Engagiertet nicht stattfinden.
Dem entspricht die von der Kommunalpolitik verfolgte Strategie, Engagement, Kultur, Sport, Identität und Brauchtum von unten, in den Dörfern, fortwährend zu fördern und zu entwickeln und – und weniger auf externe, eingekaufte Akteure für zentrale, einmalige Großveranstaltungen zu setzen.

Das Miteinander von Stiftung und Gemeinde in diesem Sinne ankert in der Hohen Börde auch in der Person der Bürgermeisterin, die gleichzeitig Vorstandsvorsitzende der Stiftung ist. Dieser glückliche Umstand ermöglicht eine immanente Lobbyvertretung der Engamentförderung in kommunalpolitischen Gremien UND im Verwaltungshandeln. So wurde auch die Scharnierfunktion des 2019 etablierten Freiwilligenbüros als zentrale Anlauf- und Vernetzungsstelle der Engagementförderung möglich. Das FWB hat seinen Sitz in einem von der Gemeinde kostenlos (einschließlich Betriebskosten und Internet) zur Verfügung gestellten Büro jenseits des Rathauses.

Das FWB ist in Sachen Engagement DAS Bindeglied zwischen Verwaltung, Kommunalpolitik. Stiftung und Zivilgesellschaft – in zarten Anfängen auch zur lokalen Wirtschaft. Laut einem Ratsbeschluss dürfen Verwaltungsmitarbeiter in ihrer Arbeitszeit für die Stiftung tätig sein. Dank dieser Option kann das Freiwilligenbüro (noch) eine „Notbesetzung“ der Koordinierungsstelle absichern. Gemeinsam loten Kommune und Stiftung Finanzierungsmöglichkeiten und Antragstellungen zur personellen und materiellen Absicherung der Koordinierungsstelle des FWB aus.

Auch andere Amtsbereiche wie Kämmerei (Unterstützung Abrechnung), Bauhof (technische Unterstützung, Zeltaufbau etc.). Zudem ermöglicht die Gemeinde sämtliche Informationen über die Angebote des FWB kostenlos im sechs Mal im Jahr erscheinenden Mitteilungsblatt zu veröffentlichen und übernimmt die Kosten für die freinet-Datenbank.

Aktuell sichert eine ESF-geförderte Maßnahme der Gemeinde „Kommunale Engagegementberatung“ eine 35-h-Stelle. Für die Zeit nach Auslaufen der ESF-Maßnahme hat die Stiftung einen Antrag für eine „wohlfahrtspflegerische Einzelmaßnahme (Engagementförderung)“ gestellt. Im Zuge der Antragstellung der Stiftung beim Land wurde eine Kofinanzierung durch die Gemeinderäte beschlossen. Gleichzeitig sucht die Gemeinde nach Lösungen, um unabhängig von Fördermittelzusagen eine stabile Personalausstattung der FWB-Koordinierungsstelle zu gewährleisten.

Austausch, Anerkennung, Wertschätzung und gegenseitige Unterstützung zwischen gemeindlichen Gremien und dem FreiwPortraitilligenbüro findet fortlaufend statt. Das FWB berichtet regelmäßig oder anlassbezogen in verschiedenen gemeindlichen Gremien wie Kulturausschuss, Seniorenbeirat, Ortschaftsräten oder auf Treffen der Ortsbürgermeister. Vorhaben und Aktivitäten werden erläutert, Anregungen mitgenommen und teilweise Kooperationen gebildet. Die verstärkte Wahrnehmung – auch bei Aktionen - hat in der Vergangenheit Kritiker einer engagementfördernden Struktur zu Befürwortern und Unterstützern des FWB gemacht.

Gegenwärtig lässt die Gemeinde ein neues Tourismuskonzept erstellen. Im Zuge der Bürger:innen-beteiligung werden vom Freiwilligenbüro gezielt Engagierte angesprochen und in den Prozess als Expert:innen vor Ort mit eingebunden. Wo andernorts Studien und Konzepte ohne die beteiligten Akteure entwickelt werden, treffen sich in der Hohen Börde jene Akteure mit den Tourismusberatern zu einem Workshop, und loten Schnittmengen zwischen Engagement und touristischen Angeboten (Öffnung von Kirchen, Heimatstuben, Dorfspaziergängen etc.) aus.

Durch die kontinuierliche Lobby Arbeit in den Gremien und bei Entscheidungsträger:innen der Gemeinde und den Freiwilligen hat sich das Freiwilligenbüro als wichtiger Ansprech- und Kooperationspartner etabliert.

Tags: Engagement, Freiwilligenbüro aktive hohe boerde, Engagierte Stadt, im Portait

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