Engagiert in Patenschaften

Anerkennung als Patenschaftskompetenz-Zentrum

Der Fachtag Patenschaft im Magdeburger Roncalli-Haus bildete den Rahmen für die Zertifizierung der Patschafts-Kompetenz-Zentren. „Gemeinsam mit dem Roncalli-Haus, dem Deutschen Kinderschutzbund und der Stiftung Netzwerk Leben startete vor einigen Jahren die Ausbildung der Familienpaten*innen“, blickt Uwe Lummitsch zurück.

Der Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Sachsen-Anhalt (LAGFA) verweist darauf, dass seitdem landesweit über 200 Familienpaten*innen ausgebildet und vermittelt wurden. „Mit der Entwicklung von regionalen Kompetenz-Zentren wollen wir diese wichtige ehrenamtliche Tätigkeit, als Teil der Frühen Hilfen, stärken und neue Aktive gewinnen“, nennt der Sozialmanager ein Ziel.

Dass es neben den Familienpatenschaften viele andere Patenschaftsmodelle gibt, machte der Fachtag deutlich. So präsentierten sich Kulturpatenschaften, konnten Lern- und Lesepat*innen ihre Engagementerfahrungen vorstellen und das neue Aufgabenfeld der Ankommens-Patenschaften diskutiert werden.zu den Vorträgen und Präsentationen

 

Deutlich wurde, dass dieses verbindliche Ehrenamt eine hauptamtliche Koordination braucht und in die bestehenden Unterstützungssysteme eingebunden ist. „Ein gutes Netzwerk vor Ort und ein vertrauensvolles Miteinander von Haupt- und Ehrenamt“ sind laut Lummitsch wichtige Erfolgsfaktoren.Austausch

Um Initiativen und Vereine zu sensibilisieren, Patenschaften vor Ort zu realisieren, bietet die LAGFA mit der Service-Stelle-Patenschaften eine individuelle fachliche Begleitung und einen landesweiten Erfahrungsaustausch.

Gleichzeitig werden Patenprojekte ausprobiert und erweitert. In Staßfurt startete 2015 ein Kulturpatenschaftsprojekt. Im Burgenlandkreis wurden Sprachpatenschaften intensiviert und in Sangerhausen Patenschaften für im Heim lebende Kinder entwickelt. „Diese Vielfalt gilt es zu würdigen und weiter zu entwickeln“, begründet der Freiwilligenkoordinator die Zertifizierung weiterer Träger.

2016 werden diese Angebote in andere Regionen übertragen, beispielsweise nach Stendal oder Wittenberg, und das Modell Bildungspatenschaften in Anhalt-Bitterfeld erprobt.

Der Fachaustausch, den die künftige Staatsekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Susi Möbbeck eröffnete, bot den Teilnehmenden fachliche Impulse durch Vertreter der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen und der Freiwilligenagentur Kreuzberg-Friedrichshain. In den anschließenden Workshops wurden unterschiedlichste Patenschaftsmodelle vorgestellt und die Herausforderungen des praktischen Alltags diskutiert.

„Wir hoffen, dass sich weiterhin viele Menschen engagieren und Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft, bei der Bewältigung der alltäglichen Herausforderungen unterstützen“, wirbt Lummitsch weitere Mitmachende.

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