18 Frauen und Männer wurden im Rahmen des Dialogforums „Bürgerschaftliches Engagement in Sachsen-Anhalt 2011“ zu ehrenamtlichen Engagement-Botschaftern berufen. „Sie stehen beispielhaft für die Vielfalt freiwilliger Betätigung sowie die verschiedenen Unterstützer und Partner des Ehrenamtes in unsere Land“, betont Olaf Ebert.

Die Berufung ist für den Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Sachsen-Anhalt (LAGFA) eine Form öffentlicher Wertschätzung. Gleichzeitig soll sie andere motivieren, sich interessenbezogen einzubringen und das Gemeinwesen zu gestalten.

Ausgehend von dem landesweiten Fachforum werden die Engagement-Botschafter im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 (EJF) elf lokale Engagement-Werkstätten begleiten und unterstützen. „Ob als Landrat oder als Sparkassenvorstand, ob als Feuerwehrmann oder als ehrenamtliche Sozialpatin, ob als Sportfunktionär oder als Schatzmeisterin im Heimatverein, jeder der berufenen Botschafter zeigt, dass Engagement keine Frage des Alters und keine Frage der kulturellen und sozialen Herkunft ist“, erklärt Ebert, der als Geschäftsführer die Freiwilligen-Agentur in Halle leitet. Wichtig sei, dass das Engagement den Interessen des Einzelnen entspricht und ein geeigneter Rahmen für die freiwillige Betätigung gegeben ist.

Wie dieser Rahmen aussehen kann wurde im Dialogforum, am vergangenen Mittwoch, im Ministerium für Arbeit und Soziales Sachen-Anhalt diskutiert. In acht Themenzelten, in neun Gesprächsrunden und an über 50 Projektständen informierten sich etwa 300 Gäste und Aktive über den Stand und die Perspektiven des bürgerschaftlichen Engagements in Sachsen-Anhalt und Europa. Marie-Thérèse Duffy-Häusler, Vertreterin der Europäischen Kommission in Deutschland, betonte in ihrem Grußwort, dass Europa viel von den Erfahrungen in Deutschland lernen könnte. „Insbesondere das Projekt ´engagierten Nachbarn´ sei ein überzeugendes Beispiel für die Aktivierung von Menschen in ihrem Lebensumfeld.“

Der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt Dr. Reiner Haseloff nutzte die Projekt-Präsentationen und suchte gemeinsam mit dem Minister für Arbeit und Soziales, Norbert Bischoff, mit nahezu jedem der Aussteller das individuelle Gespräch. „Es geht darum, gute Ideen zu kennen und im Land zu multiplizieren“, beschreibt Ebert ein Ziel des Dialogforums. Um gelingende Praxis bekannt zu machen, habe man unter anderem mit dem Landkreistag Sachsen-Anhalt, dem Städte- und Gemeindebund, der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und der Liga der Wohlfahrtspflege kooperiert und die Tagung gemeinsam organisiert.
„Dieser vernetzende und fachübergreifende Ansatz soll in den folgenden regionalen Engagement-Werkstätten weiter entwickelt werden“, erklärt Uwe Lummitsch. Als Projektkoordinator der LAGFA begleitet er die lokalen Aktivitäten im EJF. Thematisch gehe es in den regionalen Fachforen beispielsweise um den Aufbau von engagementfördernden Strukturen, wie Freiwilligenagenturen oder Engagementzentren. In anderen Landkreisen oder Kommunen werden spezielle Engagementinhalte und –formen diskutiert. Ein Beispiel hierfür sind ehrenamtliche Familienpaten, die sich im Rahmen eines Freiwilligendienstes betätigen. „Die Werkstätten sind so vielfältig wie die Menschen, die sich engagieren“, sagt der Sozialmanager. Er hofft, dass die öffentliche Anerkennung ehrenamtlicher Betätigung die Unentschlossenen motiviert, „Freiwillig. Etwas bewegen!“. Denn das ist das Motto des europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit 2011.

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